Zum Künstler:
Otto Forster – vom Dach ins Atelier
Otto Forster (1950, St. Gallen-St. Georgen) war viele Jahre als Dachdecker tätig, bevor er sich mit 50 Jahren entschied, seiner Leidenschaft zu folgen und Künstler zu werden – ein mutiger Schritt, der sein Leben grundlegend veränderte.
Zur Malerei fand er auf ungewöhnliche Weise: Beim Einrichten seines Hauses fehlte das Geld für Bilder – also griff er selbst zum Pinsel. Was aus dieser „Not“ entstand, wurde zu einer grossen Leidenschaft, die ihn bis heute begleitet.
Sein künstlerischer Weg entwickelte sich Schritt für Schritt: Während er im Sommer weiterhin auf den Dächern arbeitete, widmete er sich in den ruhigeren Wintermonaten immer intensiver der Malerei. Erste Ausstellungen fanden grossen Anklang und bestärkten ihn darin, sich ganz der Kunst zu widmen.
Heute ist Otto Forster ein autodidaktischer Künstler mit unverkennbarem Stil. Seine Werke entstehen aus einem wachen Blick für das Alltägliche und aus der Freude am Experimentieren. Fundstücke, Materialien und scheinbar Nebensächliches verwandelt er in verspielte, oft humorvolle Bildgeschichten.
Menschen und Tiere – besonders Kühe – sind wiederkehrende Motive seiner Arbeiten. Mit feinem Humor und viel Herzlichkeit bringt er Szenen auf Papier, Holz oder Leinwand, die zum Schmunzeln einladen und gleichzeitig berühren.
Seine Kunst ist leicht, zugänglich und voller erzählerischer Wärme. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, genauer hinzuschauen und im Alltäglichen das Besondere zu entdecken.
Zur Bildauswahl:
«Die Kuh ist ein recht grosses, neugieriges Tier. Man sieht sie meist hinter Zäunen. Sie ist sanft, zufrieden mit dem Gras, das sie hat. Sie hat die schönsten Augen und die flauschigsten Ohren. Ich mag sie.» — Otto Forster